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Deutsches Männer-Team verpasst Finale

Christian Auer turnte bereits zum zweiten Mal beim DTB-Pokal in Stuttgart

30.11.12

Die deutsche Riege hat das Teamfinale beim EnBW Turn-Weltcup/DTB-Pokal verpasst. Am Samstag dürfen die Mannschaften aus Japan, Brasilien, Großbritannien und Russland noch einmal ran.

Der zweite Anzug der deutschen Turner passt noch nicht. Die Riege mit Philipp Herder (Berlin), Christopher Jursch (Cottbus), Andreas Toba (Hannover) und Daniel Weinert (Kiel) hat das Finale beim EnBW Turn-Weltcup/DTB-Pokal verpasst. 172,700 Punkte reichten nur zu Platz fünf. Im Vergleich zu den Weltbesten fehlten die Höchstschwierigkeiten. „Ich bin trotzdem nicht unzufrieden“, sagte Bundestrainer Andreas Hirsch. Weil der zweifache Silbermedaillengewinner Marcel Nguyen am Sonntag im Mehrkampf-Weltcup startet, die anderen Olympiastarter Fabian Hambüchen, Philipp Boy und Sebastian Krimmer aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung standen, musste er die Nachwuchsleute einsetzen. „Es war klar, dass nach den Olympischen Spielen ein Generationswechsel stattfindet“, sagte er, „deshalb ist es gut, dass wir die jungen Turner in die internationalen Wettkämpfe einführen.“ Zum Schluss allerdings setzten Christopher Jursch und Andreas Toba noch ein Ausrufezeichen. 15,600 beziehungsweise 15,100 Punkte erhielten sie für ihre Reckübungen – so viel wie keiner ihrer Konkurrenten an diesem Nachmittag. Doch das Ausscheiden konnte er damit nicht verhindern. Hirsch‘ Fazit lautete: „Ich fühle mich mit der Mannschaft sehr wohl, klar gibt es noch viel Arbeit.“

Das Präsentieren auf der internationalen Turnbühne stand auch beim KTF-Team ganz oben. Helge Liebrich (Wetzgau), Christian Auer (Stuttgart), Alexander Maier (Mühlburg) und Shakir Shikhalijew (Aserbaidschan) schlugen sich wacker, mehr als Platz zehn mit 162,700 Punkten war jedoch nicht drin. „Es hat Spaß gemacht, ich habe wieder etwas gelernt“, sagte Auer.

Ganz vorne qualifizierten sich die Japaner mit 176,350 Punkten. Angenehm überrascht hat das Team aus Brasilien (176,200) um Ringe-Olympiasieger Arthur Zanetti. Sie konnten sowohl Großbritannien, in einer leicht anderen Besetzung immerhin Olympia-Dritter, mit 175,300 Punkten hinter sich lassen wie auch Titelverteidiger Russland (173,650). Die leisteten sich den Luxus, mit einem Trio aus Nikita Ignatyew, Denis Abliazin und Andrej Cherkassow anzutreten.

1.    Japan 176,350 Pkte.;
2.    Brasilien 176,200;
3.    Großbritannien 175,300;
4.    Russland 173,650;
5.    Deutschland 192,700;
6.    Schweiz 169,950;
7.    Puerto Rico 166,600
8.    Kanada 166,450;
9.    Niederlande 165,959;
10.   KTF-Team 162,700.


Die detaillierten Ergebnisse finden Sie hier.

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